ELFTE ERSCHEINUNG

"Rab Erbarmen mein Gott" "Das Glorreiche Kreuz
soli hinsichtlich seiner vertikalen Dimension (738 m)
mit der Stadt Jerusalem vergleichbar sein.
Es soll eine grolle Helligkeit ausstrahlen."

Freitag,den 5. Oktober 1973 um 19 Uhr

Der Herr hat sich an der Stelle gezeigt, wo das Heilige Sakrament zur Anbetung ausgestellt war, wie das vorherige Mal.
Jesus war an der Stelle des Heîligen Sakramentes, ich sah nicht mehr den Altar und auch nicht das Heilige Sakrarnent ; das Licht hatte den Platz eingenommen.

Jesus erscheint mir ganz in memer Nâhe, leicht erhôht. Seine FüBe stehen auf einem. flachen Stein, und neben diesem Stein liegen eulige Kieselsteine. Sein rechter Fug ragt hervor und ist fast bis zum Knôchel entblô8t , Der linke FuB ist durch Sein Gewand bedeckt, ich sehe nur die FuBspitze. Sein Gewand, von leuchtender weiller Farbe ist an der Taille durch eine Kordel zusammengerafft ; der HaIsausschnitt ist abgerundet und gefàltelt, aber leicht ausgeschnitten, so daI3 der Hals ein wenig unbedeckt ist. Die Ârmel sind ziemlich weit, wie bel einem Chorhemd ; es gibt keine sichtbare Offnung, uni es anzuziehen.

Sein ziemlich langes Haar fàllt ilun auf die Schultern, Seine Hânde und Sein Gesicht su'id schr leuchtend - der Herr hat es übrigens gesagt : "Seine Hânde und Sein Gesicht strahlen wie die Sonne" und es stimmt ganz genau - Dies alles ist wunderschôn.

Sein Blick ist Liebe und Güte, diesen Satz unterstreiche ich, ich hebe ihn von Jesus hervor , Er Selbst hat ihn mir gesagt.

Er lâchelte mir zu, die Hânde zu mir gestreckt, wie uni mich willkommen zu hefflen. Ich machte den Kniefall, ich grüBte, dann kniete ich nieder, und machte das Kreuzzeichen. Ich tat es mechanisch, ohne daB Jesus rruch diesmal darum zu bitten brauchte, aber Er ist es wahrscheinlich, der es mîch machen IâBt - ich rnuB es wahrscheinlich machen. Ich weil3 nicht, ob Sie mich verstehen, aber es sind Dinge, die schwer zu erklâren sid.

Jesus schwieg em'ige Augenblicke lang. Ich blieb so knien, und bewunderte dieses Wunder , ich wartete darauf, daB Er mir etwas sagte. Nach einigen Augenblicken sagte Jesus zu mir:

"Sagen Sie den hier anwesenden Personen, sie sollen mit Ihnen das Gebet beten, das Ich Sie gelehrt habe, und danach ein Gesetz vorn Rosenkranz. "

Ich habe die Botschaft weitergegeben. Wie beim ersten Mal hat der Herr mir die Botschaft sehr langsam diktiert und dabel angeschen ; ich habe Ihm jeden Satz nachgesprochen.

"Hab Erbarmen mein Gott, mit denen, die Dich Iâstern.

Vergib ihnen, sie wissen nicht was sie tun. "

"Hab Erbarmen mein Gott, mit dem Skandal in der Welt.

ErIôse sie vom Geiste Satans."

"Hab Erbarmen mein Gott, mit denen, die Dich fliehen

Gib ihnen die Lust auf die Heilige Eucharistie."

Jesus hâlt einen Augenblick inne und Er sagt zu mir:

"Wer den Willen meines Vaters tut und von diesem Brot il3t, wird ewig in diesem Licht leben."

Dann führ Er fort:

"Hab Erbarmen mein Gott, mit denen, die kommen werden, uni am FufJe des Glorreichen Kreuzes ihre Sûnden zu bereuen, dafJ sie dort Frieden und Freude in Gott unserem Retter finden."

"Hab Erbarmen mein Gott, damit Dein Reich komme, aber rette sie, noch ist dazu Zeit - denn die Zeit ist nahe, und Ich komme bald.

Amen, komm, Herr Jesus !"

Dann betete Jesus mit mir das Gesetz des Rosenkranzes. Wir haben es gemeinsam, ganz langsarn gebetet ; ich wartete jedes "Gegrüi3t seist Du Maria" ab, um mit Ihm neu einzusetzen. Es war so bewegend, diesen Rosenkranz mit Jesus zu beten. Ich hatte ihn noch nie in meinem Leben so langsam gebetet. Am Ende dieses Gesetzes vom Rosenkranz sagte Jesus zu mir :

"Herr, verbreite über die ganze Welt die Schâtze Deiner Unendlichen Barmherzigkeit."

Ich glaube, ich habe diesen Satz nicht wiederholt, so vertieft war ich in Jesus so wunderbare Anwesenheit. Ich würde unendlich lange so knien bleiben, uni Ihn zu bewundem, ohne Ilun etwas zu sagen, ohne Ihn uni etwas zu bitten. Übnigens gibt es nichts, worum ich bitten kônnte. Ich bin wie auf der Stelle festgenagelt. Würde jetzt irgendetwas geschehen, sogar ein Blitzschlag, ich würde nichts hôren, ich würde mich nicht bewegen, so wunderbar ist diese Gegenwart.

Übrigens, wenn Jesus da ist, bin ich nicht mehr auf der Erde. Ich sehe und denke an nichts mehr von dem, was mich unigibt. Es ist ein Wunder fùr die Augen und fùr die Seele, das man nicht erklâren kann, man muB wirklich da sein. Kein einziges Wort kann erklâren, was ich empfinde, nicht eminal die schônsten Sâtze.

Ich kann allen, die zweifeln, versichern, daf3 es wohl eine andére Welt gibt, als die, die man sieht.

Und die wunderschônste ist diejenige, die man nicht sieht ; man kann sîe sich nicht vorstellen !

Nach dem Gebet sagt mir Jesus, der mich dabel immer noch anschaut:

"Sagen Sie dieses mit lauter Stimme :

Das Glorreiche Kreuz, (in diesem Augenblick schaute Er die Anwesenden einer nach dern anderen an) dits auf der "Haute Butte" errichtet wird, soll hinsichtlich seiner vertikalen Dimension der Stadt Jerusalem vergleichbar sein. Seine Arme sollen von Osten nach Westen ausgerichtet sein. Es soll eine groGe Hellîgkeit ausstrahien."

Mit einer selir ernsten Miene sagte mir Jesus

"So ist das Zeichen des Menschensohnes."

Dann, einige Sekunden spâter :

"Veranlassen Sie eine Grabung in hundert Meter Entfernung vom Ort des Glorreîchen Kreuzes in der Richtung, in die der rectite Arm zeigt. Es wird Wasser daraus hervorquellen. Sie sollen alle hinkommen, uni sich dort zu waschen, als Zeichen der Lâuterung."

Dann beugte sich Jesus zu mir herüber und sagte mir leise, ohne hinzuzufùgen, es mit lauter Stimme zu wiederholen - ich erzâhlte es deni Pniester erst am Sonntag :

"Seien Sie immer in Freude, klagen Sie nicht ûber das allgemeine Desaster dieser Generation, demi ail dies muB geschehen. Nun aber erscheint da am Himmel das Zeichen des Menschensohnes. Und jetzt muf3 die Zeit der Heiden erfülit werden. Alle werden sich an die Brust schlagen. Nach der Evangelisierung der ganzen Weit werde ich in Herrlichkeit wieder kommen."

Dann schaute mich Jesus noch einige Augenblicke lang an. Er lâchelte mir zu und dann verschwand Er.

 

ZWÔLFTE ERSCHEINUNG

"Dozulé ist von nun an eine gesegnete und geheiligte Stadt."

Freitag, den 2. November 1973 um 19 Uhr (Allerseelen)

Das Licht erscheint mir, dann zeigte sich Jesus wie gewôhnlich, mit offenen Hânden. Er lâchelte mir zu, dann erhob Er die beiden Anne zu einem Kreuz , Sein Kopf war leicht zur rechten Seite geneigt, als ob Er gekreuzigt werden sollte, aber Seine Wundmale waren nicht da. Obrigens habe ich Seine Wundmale nie gesehen.

Er sagte zu Imir mit sehr emster Miene

"Dozulé ist von nun an eine gesegnete und geheiligte Stadt.

Sie erleben die Zeit der hôchsten Aufbâumens des Bôsen gegen Christus mit. Satan ist aus seinem Gefângnis losgelôst worden. Er bat das ganze Antlitz der Erde in seiner Gewait."

Jesus spricht immer sehr langsam mit mir. An diesem Tag war Seine Stimme sehr, sehr ernst. Ich war sehr traurig, als ]ch Ihn so sah. Dann sagte Er zu mir:

"Gog und Magog, seine Zahl ist unzâhlbar.

Was auch immer geschehen mag, sorgen Sie sich nicht. Alle werden für die Ewigkeit ins Feuer geworfen werden.

Glücklich wer sich nur dem Allerhôchsten hingibt."

Dann senkte Jesus die Anne und die Hânde wieder. Er nahin Seine normale Haltung wieder ein, das heî8t, Seine Hânde zu mir gestreckt, dann lâchelte Er mir lange Zeit zu und sagte zu mir

"Diese Botschaft ist fùr Sie :
Glücklich, wer sich nur dem Allerhôchsten Gott hingibt, denn Mein Vater ist nur Güte. Er verzeiht dem grossen Sünder im letzten Augenblîck seines Lebens.

Sagen Sie den Sterbenden, die Reue empfinden : je grôDer die Sünde ist, desto grôGer ist Meine Barrnherzîgkeit. Genau in dem Augenblick, wo seine Seele seînen Kôrper verlâût, befindet sie sich in diesem herrlichen Licht. Sagen Sie es ihnen !

Worte Jesu."

Dann gab Er mir eine sehr erriste Botschaft fùr den Bischof, dann eine sehr persônfiche Botschaft, die mich betrifft und die ich mein ganzes Leben lang geheimhalten muB.

Dann verschwand Jesus.

Freitag, den 7. Dezember 1973

An diesem ersten Freitag im Monat Dezember habe ich lange gewartet. Uni 19 Uhr 45 verlieB ich dann die Kapelle. Das Herz war mir schwer, ich hatte Trânen in den Augen. Jesus ist nicht gekommen.

Ich weiB es dennoch : auch wenn man Ihn nicht sieht, ist Er da. Er ist immer bel uns, fùr uns alle da.

In unserern alltâglichen Leben ist Jesus da, immer gegenwârtig. Aber Ihn zu sehen, ist so schôn, so wunderschôn ; von welcher Herrlichkeit ist dieses Licht !... und dann Sein Gesicht, Sein Blîck, Seine GrôBe !... diese GrôBe... dies alles ist von unvergleichlicher Schônheit. Dies alles ist einrnalig, mchts anderes, nein, mchts anderes... nichts ais Jesus allein.

Mein Jesus, wenn Sie wüBten, wîe schr ich Sie liebe - Er weig es auch.

" Ain 16. Oktober 1()77 -

DREIZEHNTE ERSCHEINUNG

"Warum fürchten Sie sich ? Warum zweifeIn Sie ? Ich bin da V'

Freitag, den 4. Januar 1974 um 16 Uhr 15

An jenem Morgen habe ich der Messe nicht beiwohnen kônnen, zu meinera groBen Bedauem, demi sie war um 8 Uhr, und ich muf3 meine Kinder bereit machen, die ich uni 8 Uhr 30 zur Schule bringe.

Um 9 Uhr bin ich zur Anbetung des ausgesetzten Heiligen Sakramentes gegangen. Gegen 11 Uhr bin ich wieder weggegangen, uni das Essen fùr meinen Mann, meine alte Mutter und die zwel grôBeren. Kinder zuzubereiten, die uni 12 Uhr zum Mittagessen heffrikommen. lm Laufe des Nachmittags ging ich ins Pensionat wieder, uni fùr die Schwestern zu bügeln. Zwischen zwei Arbeitsgângen muBte ich dem Altarssakrament einen Besuch abstatten.

Uni 14 Uhr betrat ich die Kapelle der Sankt Josef-Schule. Ich bmi bis uni 15 Uhr geblieben, uni Jesus in seiner Gegenwart anzubeten. Dann habe ich lm Büro der Schwester Bruno telephomiert, uni beï einem Arzt einen Termin fùr meine âlteste Tochter zu bekommen. Aber anstatt zum Bügeln zurückzukehren, konnte ich nicht anders als wieder in die Kapelle zu gehen, als ob etwas mir sagte :"Du mugt dorthin gehen." Es ist so schôn, so friedlich sanft, Jesus in seiner Gegenwart anzubeten. Jesus ist so glücklich !

Ich glaube, daI3 ich meinen Platz nicht verlassen konnte ; ich fühlte mich wie festgenagelt. Ich glaube, daB ich auf unbestimmte Zeit dort geblieben wâre , in solchen Fâllen fühle ich, wie sehr mein Geist mit dem Jesu verbunden ist.

Aber die Zeit schritt voran, ohne dafl ich mir dessen bewul3t wurde.

Plôtzlich hôrte ich eben 16 Uhr 15 vom Kirchturm schlagen. Ich hatte noch ein Gesetz des Rosenkranzes vor meiner Heimkehr zu beten, demi meine Kinder würden bald kommen, und ihretwegen mui3te ich heimkehren, denn sie haben gem, daI3 ich zu Hause bin, wenn sie von der Schule kommen.

Ich begann also das letzte Gesetz meines Rosenkranzes. Plâtzlich verfalle ich m" vollstândige Dunkelheit. Wenn Sie wüBten, welch groBe Angst ich hatte ; ich konnte nicht anders, als laut zu schreien. Ich habe den Priester rufen müssen, uni ihm zu sagen : Ich sehe nichts mehr", demi ich befand mich in vollkommener Finsternis. Ich fühlte mich fassungslos, aus Angst schlug mein Herz sehr stark.

Dann hôrte ich den Priester, wie er sich mir nâherte und mit sehr r-uhiger Stimme zu rillir sprach : Türchten Sie sich nicht, haben Sie Geduld, warten Sie noch einige Augenblicke, das wird vorübergehen."

Ich sah, daB er nicht beunruhigt war (ich sagte mir : man sieht wohl, daf3 er nicht an meiner Stelle ist), dann sagte er zu Schwester Margarete

"Holen Sie schnell Schwester Bruno."

Als ich jemanden eintreten hôrte, dachte ich mir, daI3 es Schwester Bruno sei. Ich habe sie gefragt, ob sie es sel, sie hat mir geantwortet : "Ja, ich bm* es."

Ich habe sie gebeten, mîch nach Hause zu bringen. Ich war in Unruhe, ich fragte mich, was aus mir werden würde. Ich dachte an meme Famille, an meine Kinder. Nicht mehr sehen zu kônnen ! Mein Gott, wie traurig war ich !

Wohl hat mir Jesus gesagt, daB ich der Sünder wegen emes Tages nach dem Kirchenbesuch leiden würde, aber er hatte mir nicht gesagt, daJ3 ich erblinden würde. Jesus hatte mir gesagt, was mit meinem Kôrper geschehen würde und daB ich besonders in meinem Geist sehr leiden würde, aber er hatte mir mcht gesagt, es mirzuteilen. Wenn ich es gesagt habe, so aus Angst, als ich mich *in der Finstemis befand.

Zu dieser Naclunittagszeit dachte ich auch nicht, daI3 dies von Jesus karn , es war nicht die Zeit, an den anderen Male war es 19 Uhr.

Nach dieser schrecklichen Angst (plôtzlich in den Augen aber euch im Gelst tiefe Finstemis), bemâchtigt sich meiner die Freude. übrigens hat es mir der Priester gesagt, sobald er es bemerkt hatte.

Meine Augen hatten ihren Glanz wiedergefunden , Angst und Traurigkeit verwandeln sich in unenneffliche Freude, in unbeschreiblichen Fn*eden.

Ich stelle mir vor, daI3 es bei jemandem, der auf dem Totenbett leidet, ebenso ist. Wenn die Seele den Kôrper verlâl3t, leidet er nicht mehr ; dann befindet er sich plôtzlich in jener Sanftheit, in jenem spirituellen Licht , er ist mit Jesus verklârt.

Ich war nicht blind , ich glaube übrigens, daB ich es laut gerufen habe : "nem", ich bmi nicht blind !" ; Soeben hatte ich das Licht entdeckt. Ja, das Licht erschien mir an derselben Stelle, atn Platz des Heiligen Sakramentes, und erschien mir noch schâner, noch strahlender, noch klarer als gewôhnlich.

Genau an dem Ort, wo ich war, hinten in der Kapelle, habe ich mich neben meinen Betstuhl hingekniet. Ich glaube, mein Gesicht war ein cinziges Lâcheln, so glücklich war ich, das Licht wiederzusehen... Von der tiefen Finsternis hin zum Licht und was fùr ein Licht, dits schônste aller Lichter

Dann erscheint Jesus.

Jesus ist so gut. Er hâtte mich bis zurn Ende meiner Tage in diesem Zustand lassen kônnen. Ich befand mich in semen Hânden ; wir alle sind in seinen Hânden. Er ist der Herr. Er macht aus uns, was Er will. Für alle Gnaden, die er uns gewâhrt, müssen wir Ilun dankbar sein.

Wenn wir sehen, wenn wir hôren, wenn wir gehen, wenn wir gesund sind und glücklich, so verdanken wir es Ihm, lhm allein. In einem einzigen Augenblick kann Er uns alles wegnehmen.

Wenn wir aber leiden, wenn wir Kummer lm Alltag haben, so ist auch Er es, der es uns ennôglicht, um den Himmel zu verdienen.

Wir müssen Jesus alles geben, unsere Freuden, unsere Mühen, und durch Ihn, fruit Ihm ertragen wir alles.

Diesmal lag die rechte Hand Jesu auf Seinem Herzen, und die linke hing an Seinem Kôrper herunter. Er lâchelte mir zu, dann sprach Er zu nuir

"Warurn fürchten Sie sich ? Warurn zweifein Sie ? Ich bin da."

Ich habe zu Jesus gesagt : "Herr, ich habe Angst gehabt, ich habe geglaubt, daB ich blind werde." (Ich glaube, ich habe es laut gesagt.)

Dann hat Jesus zu mir gesagt :

"Sagen Sie ihnen, daB sich jeder Mensch auf dieser Erde in solcher Finsternis befindet."

Ich habe dies folglich laut wiederholt, dann sagte Jesus zu mir:

"Küssen Sie dreimal die Erde als BuBe für den Mangel an Glauben."

Ich habe dies also getan, dann hat Jesus langsarn die Hand von Seinem Herzen genommen und sie mir entgegengestreck-t, uni mich aufzuforden nâherzukommen. Gleichzeitig hat er zu mir gesagt

"Kommen Sie bis hierher und grüf3en Sie."

Ich bin also vorgetreten vom hinteren Tell der Kapelle, wo ich verblieben war, bis zum Altar, bis zu Jesus. Ich befand mich ganz in Seiner Nâhe. Ich habe gegrül3t, wie mich Jesus gelehrt bat.

Jesus hatte Seine Hand wieder auf Sein Herz gelegt. Ich kniete ganz in Semer Nâhe, und Er sprach zu mir :

"Haben Sie die Güte, dies zu wiederholen

Ecce Dominus Noster cum virtute veniet et illuminabit oculos servorum Suorum. Laetamini, laetamini in Domino, laetamini cum

Magdalena. Paraturn cor ejus : "Speravi in Domino, ut se simplicitas prodit amabîlis." ("Unser Herr wird mit Kraft kommen und die Augen Semier Diener erleuchten. Freuet euch im Herm, fteuet euch mit Magdalena. Ihr Herz ist bereit : "Ich habe auf den Herrn gehofft, auf dafl liebenswerte Einfachheit Ihn erstrahien lasse.")

Jesus hat mir diese Sâtze sehr langsam gesagt, in der Reihenfolge, in der ich sie soeben niedergeschrieben habe. Dann hat er zu mir gesprochen :

"Jedesmal wenn Sie nach jeder Eucharistie an Ihren Platz zurückgehen werden, dann legen Sie Ihre linke Hand auf Ihr Herz und Ihre rechte gekreuzt darüber."

Jesus hat nach und nach diese Bewegung ausgefùhrt, so wie Er sie mir erklârt hatte ; ich habe sie nachgemacht.

Jesus lâchelte mir einige Augenblicke lang zu, dann verschwand Er.

Ich lieB meine Hânde in dieser Haltung, bis ich an meinen Platz zurückgekehrt war.

Erster Freitag des Monats Februar 1974

Jesus erschien nicht.

 

VIERZEHNTE ERSCHEINUNG

"Freuen Sie sich, denn die Zeit ist nahe, in der der Menschensohn
in Herrlichkeit wieder kommen wird."

Am 1. Mârz 1974 um 15 Uhr 40

(In der Kapelle sind der Priester, drei Ordensschwestern und vier Frauen anwesend.)

Hier ist das Licht.

Jesus zeigte sich ain selben Ort wie gewohnt, die Hânde zu mir gestreckt, wie uni mich willkommen zu heigen. Er lâchelt mir zu, hebt die Augen zum Himmel, Sein

sagt zu mir :

ist ernst und in die Feme gerichtet, und Er

" Haben Sie die Güte, dies zu wiederholen : "

Er hob die Arme zur Forai emes Kreuzes, aber etwas hôher.

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Jesus sagt mir jeden Satz ganz langsain und ich wiederhole einen nach dem anderen :

"Ecce cujus imperii Nomen est in aeternum. Quae videt Me, videt et Patrem Meum. Magdalena ! Annuntiate virtutes ejus qui vos de tenebris vocavit in admirabile Lumen Suum. Nolite timere, Deum benedicite, et cantate Iiii." (Mer ist Deijenige, dessert Naine ein Ewiges Reich hat. Die, die Mich sieht, sieht auch Meinen Vater. Magdalena ! Verkünden Sie die Wunder Desjenigen, der Sie aus der Finsterruis heraus in Sein herrliches Licht gerufen hat. Fürchten Sie sich nicht, preisen Sie Gott und singen Sie fùr Ihn.)

Jesus fàhrt fort

"Ich bin das Licht der Weit und das Licht leuchtet in der Finsternis und die Finsternis bat Es nicht begriffen."

"Buf3e, BuCe, BuBe. Küssen Sie die Erde dreimal ais BuBe für den Mangel an Glauben in der Welt."

Dann nalun Jesus semie normale Haltung wieder ein

"Heute besucht mich Jesus von Nazareth, der auferstandene Menschensohn zum achten Mal.

Seine Hânde, Sein Gesicht strahlen wie die Sonne, Seine Kieider sind von leuchtendem Weif3, Sein Blick ist Liebe und Güte.

Lieben Sie Ihren Nâchsten wie Ich Sie Liebe, Ihr Blick soli fur jeden unter Ihnen Liebe und Gûte sein.

Umarmen Sie eine anwesende Person aus Liebe und Nâchstenliebe."

Ich gab den Kuf3 der ersten Person in meiner Nâhe , es war Schwester Marie de l'Assomption, Ordensgeneralin von Blon.

Dann fùgt Jesus hinzu :

"Diese Gebârde ist Zeichen der Liebe und der Versôhnung fur die ganze Welt.

Freue Dich Maria, sagte der Erzengel Gabriel bei der Empfa-ngnis des Menschensolmes."

Und in emeni sehr ernsten Ton:

"Wahrlich, Ich sage es Ihnen, heute ist es ebenso.

Freuen Sie sich, denn die Zeit ist nahe, in der der Menschensohn in Herrlichkeit wiederkommen wird.

Freuen Sie sich, freuen Sie sich unaufhôrlich im Herrn, Ihre Freude soli allen Menschen bekannt werden wegen der Worte, die Sie eben gehôrt haben, wegen Meines Namens."

Dann nach einigen Augenblicken :

"Jeder von limen darf jetzt Gott in der Stille seines Herzens um die Gnade bitten, die er sich wünscht ; sie wird Ihnen heute noch gegeben."

Ich verharrte einige Augenblicke im Schweigen. Ich habe die sehr ernsten Worte gehôrt, die Jesus zu mir sagte. Ich traute mich nicht, sie zu wiederholen wegen ihrern schweren Sinn. Ich dachte, daB alleîn. der Priester oder die Pn*ester sie erfahren dürften, denn Jesus sagte zu mir :

"Sagen Sie der Kirche, sie soli ihre FRIEDENSbotschaft der ganzen Welt erneuern, denn die Stunde ist ernst. Satan lenkt die Welt, er verführt die Geister, gibt ihnen die Fâhigkeit, die Menschheît in einigen Minuten zu vernichten.

Wenn sich die Menschheît dem nicht entgegensteilt, werde Ich es geschehen lassen, und es wird zu einer Katastrophe kommen, wie es sie seit der Sintflut noch keine gegeben hat - und dies vor dem Ende des Jahrhunderts."

"Aile, die am FuBe des Glorreichen Kreuzes zum Bereuen werden gekommen sein, werden gerettet werden und Satan wird vernichtet werden und es werden allein Frîede und Freude bestehen."

Dann verschwand Jesus.

 

FÜNFZEHNTE ERSCHErNUNG

"Das Glorreiche Kreuz wird von aller Sünde erlôsen.

Freitag, den 5. April 1974 um 15 Uhr 40

In der Sankt Josef-Kapelle hat sich der Lîchthof an der Stelle der Monstranz gebildet, dann sehe ich Jesus, die Hânde zu mir gestreckt, wie um mich zu willkommen zu hefflen. Lange Ait habe ich Ihn bewundert - es ist so wunderschôn. Er lâchtete mir zu.

Ich sagte laut zu Ihm : "Wenn Sie Christus sind, warum sehe ich nie thre Wundrnale ?" (Der Priester hatte mich beauftragt, diese Frage zu stellen)

Er lâchelte Er mir weiterhin zu. Welche unerklârliche Sanftheit empfand ich in diesem Augenblick ! Ich fühlte mich nicht mehr auf der Erde.

Jesus hob die rechte Hand über mich, und Er sagte zu mir

"Der Friede sei mit Ihnen."

"Sagen Sie dieses mit lauter Stimme."

Jesus nahm Seine gewohnte Haltung wieder ein und lâchelte nicht mehr.

,,Jesus fragt : Warum diese Unruhe ? Warum entstehen diese Gedanken in Ihnen ?

"Sie, Priester, die Sie den Auftrag haben, dits zu erfüllen, worum Ich Sie bitte, ist es einfacher, laut ein Wunder zu verkûnden, wenn Sie dits Wasser aus dem Berg quellen sehen, ais zu hôren, wie die Dienerin des Herrn Worte auspricht, die sie nicht kennt ?

Sie Kleinglaûbige, erinnern Sie sich an Mein Wort."

(Jesus Stimme war streng)

"Diejenigen, die in meinem Namen kommen werden, werden Sprachen sprechen, die ihnen fremd sind."

Nach einem kurzen Augenblick des Schweigens, und ohne Anweisung es zu wiederholen

"Haben Sie keinen Zweifel, erheben Sie sich, berühren Sie Meine Hânde. "

Ich stand auf Jesus zeigte mir Seine linke Hand, dann die rechte. Ich nahm. also jede Hand. in meine beiden Hânde. Er sagte zu mir:

"Haben Sie keinen Zweifel mehr, ein Geist hat keine Hand, kein Fleisch."

Ich ging zu meinem Platz zurück, kniete vor Ihm nieder, und Er sagte zu mir:

'Sagen Sie ihnen dieses." (Ich wiederholte laut)

"Haben Sie keinen Zweifel mehr, es ist wirklich Jesus der Auferstandene, den ich fiente zum siebten Mai sebe. Ich habe gerade Seine Hânde berührt."

Dann fragte ich -. "Herr, wo muB gegraben werden, um Wasser zu finden ?" Jesus antwortete mir

"Das Glorreiche Kreuz muG auf der Haute-Butte errichtet werden, die der Grenze des Gemeindegebietes von Dozulé, am nâchsten liegt, genau an der Stelle, wo sich der Obstbaum, der Baum der Sûnde befindet, denn das Glorreiche Kreuz wîrd von aller Sünd erlôsen.

Seine Arme sollen sich von Ost nach West strecken. Jeder Arm soll 123 m lang sein und seine Hôhe sechsmal grôGer (5). Ab diesen 123 Metern, Stelle die das Kreuz einnimmt, müssen die 100 Meter gernessen werden.

Dann lassen Sie ein Becken von 2 in auf 1,5 m und 1 m Tiefe graben. Lassen Sie es umzaünen. Wasser wird herausfliei3en."

Dann fùgt Jesus hinzu :

"Wenn Ihr Herz vertrocknet îst, wird es wenig Wasser geben, und wenige werden gerettet werden."

Dann sagt Er:

"Vos amici Mei estis si feceritis quae Ego praecipio vobis, dixit Dominus. " (Ihr seid Meine Freunde, wenn ihr tut, was Ich euch gebiete, sagt der Herr)

Jesus fùgt hinzu

"Legen Sie die lînke Hand auf Ihr Herz und die rechte darauf."

Dann verschwand Jesus und ich kehrte so auf meinen Platz zurück.

Wenn Sie wü13ten, wie glücklich ich war. Zurn ersten Mal, seitdem ich Jesus sehe, hatte ich Lust, ihnen meine Freude anzurufen. Ich sagte dies dem Pn*ester und einer anderen Person, als ich die Kapelle verlielI

"Jésus lebt ja wirklich. ich habe Seine Hânde berührt. Es sind Hânde aus Fleisch wie unsere, sie sind warm. Es war wunderschôn. "

Jesus ist wirklich lebendig, auferstanden, mit Seinem Kôrper. Ich weinte darüber vor Freude ; emie wunderschône Freude, die sich über memien Geist ergie8t. Ich hatte Lust zu singen, übrigens bat ich darum, daB man das "Magnificat" singe, so groB war meine Freude.

Man muB den Priestem, den Bischôfen gehorchen : ich habe den Befehl bekommen, nichts zu sagen. Dies hat mich eben zurückgehalten, Sonst hâtte ich meine Freude jedem zurufen môgen, uni die Freude des Auferstandenen Jesus allen denen weiterzugeben, die zweifeln.

Karfreitag, den 12. April 1974

lm Verlauf des Naclunittags, nach einem 9bereinkommen zwischen Schwester Bruno und dern Besitzer des Weideplatzes, gruben drel Mânner das Becken. Es war kalt und auf einem Kocher, unten lm Becken, wârinte Schwester Bruno wâhrend. der Ausgrabung, Kaffée fùr die Freiwilligen aufekommen, nichts zu sagen. Dies hat mich eben zurückgchalten. Sonst hâtte ich meine Freude jedem zurufen môgen, uni die Freude des Auferstandenen Jesus allen denen weiterzugeben, die zwelfeIn.

 

SECHZEHNTE ERSCHEINUNG

"Beeilen Sie sich, an dessen Stelle das Glorreiche Kreuz

errichten zu lassen."

Freitag, den 3. Mai 1974, von 17 Uhr 10 bis um 17 Uhr 25

Das Licht erscheint, dann zeigt sich Jesus, die Hânde zu mir gestreckt, uni mich willkonunen zu helBen , Er lâchelt mir zu. Ich bin so glücklich, ich würde endlos in Seiner Gegenwart bleiben. Er sagt

"Sagen Sie dies mit lauter Stimme :

Der Priester ist nicht im Irrtum, dieser schrâge Baum ist dits Symbol der Sünde. Reil3en Sie ihn aus, bevor die Frûchte kommen, und beeilen Sie sich, an dessen Stelle das Glorreiche Kreuz errichten zu lassen, deuil das Glorreiche Kreuz wird von aller Sünde erlôsen."

Einen Augenblick spâter legte Jesus Seine gefalteten Hânde an Seine Brust. Er sali mich traunig an, ich sah zwel Trânen aus Seinen Augen flie8en. Ich habe in diesem Augenblick geweint, Jesus war so traurig. Er sagte zu mir:

"Wehe der ganzen Menschheit, wenn in den fùnfzig Tagen, die der Freilegung des Beckens folgen, kein Wasser fliel3t (6), demi Satan verhindert die Lâuterung der grôl3ten Zahl. Erinnern Sie sich an Mein Wort, Ich werde wegen des Mangels an Glauben gewâhren lassen."

Einen Augenblick spâter :

"Sagen Sie der Kirche, dai3 sie Botschaften in die ganze Welt schicke und daf3 Sie sich beeile, das Glorreiche Kreuz an dem bezeichneten Ort errichten zu lassen und an dessen FuG ein Heiligtum

Aile werden dorthin kommen, um ihre Sünden zu bereuen und dort Frieden und Freude zu finden. Das Glorreiche Kreuz oder das Zeichen des Menschensohnes ist die Ankündigung der nahe bevorstehenden Rûckkehr in die Herrlichkeit von Jesus dem Auferstandenen.

Wenn dieses Kreuz auf der Erde errichtet sein wird, werde Ich alles an Mich ziehen."

Dann sagte Jesus

"Finden Sie in dîeser gesegneten und geweihten Stadt elf Personnen, die Meine Jünger sein werden. Sie werden in Meinem Namen von Tür zu Tür für die Errichtung des Glorreichen Kreuzes Geld sammeln.

Und hier sind die Gebote, die jeder Jünger beachten muG

- Arbeiten Sie bis zur Errichtung des Glorreichen Kreuzes

- Seien Sie demütig, geduldig, voiler Nâchstenliebe, damit man in Ihnen Meine Jünger erkenne ;

- Suchen Sie kein persônliches Interesse, nur dieses : das Glorreiche Kreuz errichten zu lassen, denn jeder, der gekommen sein wird, um dort seine Sünden zu bereuen, wird gerettet werden."

Dann sagte Jesus zu mir, ohne mir anzugeben, es zu Nviederholen

"Sagen Sie dem Priester, daI3 Ich Sie zum siebzehnten Mal besuche, denn dits Glorreiche Kreuz ist auch Jesus der Auferstandene."

Dann verschwand Jesus (7).

SIEBZEHNTE ERSCHEINUNG

"Ich bin der Erzengel Michael."

"Ich bin Jesus von Nazareth,

der von den Toten auferstandene Menschensohn."

"Bitten Sie urn eine Kerze. Stellen Sie sie angezündet auf. Aile,

die in die Kapelle kommen werden, sollen es Ihnen nachmachen."

Freitag, den 31. Mai 1974 von 9 Uhr 45 bis 10 Uhr 05

Ich erwartete keinen Besuch Jesus, da es nicht der erste Freitag im Monat war.

Aber jeden Morgen, nachdern ich die Kinder zur Schule gebracht habe, gehe ich in die Kapelle, urn Jesus zu besuchen, dann gibt mir der Priester die Hellige Kommunion.

An jenern Morgen des 3 1. Mai ging ich wie an den anderen Tagen in die Kapelle. Der Priester hatte mir noch nicht die Kommunion gegeben, als Schwester Bruno ihn zu einem Kranken holte. Dieser Kranke wohnt gerade nebenan, und der Priester sagte mir : "Ich glaube nicht,ich bi lange weg, ich werde Ihnen die Kommunion geben, wenn ich zurück bin."

In diesem Augenblick war ich also alleine in der Kapelle geblieben. Plôtzlich sah ich, wie sich der Lichthof, wie gewohnt an der Stelle selbst des Tabernakels zeigte. Der Hof war brelter und schien weniger hoch zu sein, als an den vorhergehenden Malen. Ich war allein, und das Licht schien auf jernanden zu warten. Ich ellte zum Speisesaal, der neben der Kapelle lieg-t. Ich sagte zu J., emer Angestellten, sic solle sofort Schwester Bruno holen, die, glaube ich, zu dieser Stunde in lhrem Schulzimmer war.

Ich bin schneil in die Kapelle vor dits Licht zurückgegangen, dits immer noch da war, aber alleine. Ich kniete nieder genau in diesem Augenblick erschien j émand, aber es war nicht Jesus .

Als Schwester Bruno ankam, sagte ich ihr : "Es ist jemand da, aber es ist nicht Jesus. Es ist jemand, den ich nicht kenne.

Diesmal fühlte ich, daB ich wohl in der Kapelle war, wâhrend ich mich an den vorhen*gen Malen anderswohin versetzt fùhlte, und als Schwester Bruno cintre habe ich sic sehr gut gehôrt, wâhrend ich die anderen Male, Nveder etwas hôrte noch etwas sah, so vertieft war ich in Jesus Vision.

Diese unbekaante Person hielt eine Art Banner , auf dessert Spitze, ein kleines Kreuz , dieses sowic auch die Stange waren gleichen Farbtons und glânzten wie Gold. Unter dem Kreuz trâgt elne anschemend aus Stoff angefertigte Oriflamme drel Wôrter, deren erstes und letztes ich glaube erblick-t zu haben : "QUIS ... DEUS" (Wer ist wie Gott). Die Stange endete an ihrem unteren Tell mit ciller kleinen lanzen - oder pikenfônnigen Spitze. Die Person schien kurzes krauses Haar zu haben, einern Soldaten gleichend.1hr Rock war kurz, ihre rechte Hand hielt die Fahnenstange in der Mitte, eine Art Gurt urnschloB ihre Waden.

Da sic mich anschaute, habe ich sic gefragt : "Wer Sind Sie 9"

Sie antwortete mir:

"Ich grüf3e Sie." (Er nickte mir zu.)

"Ich bin der Erzengel Michael, Gott schîckt mich zu Ihnen. Sie werden die Geheimnisse des Erlôsers sehen, und jeden Satz, einen nach dern anderen wiederhoien, so, wie ich sie Ihnen dîktieren werde."

leh sagte zu ihm : "Wenn Gott Sie zu mir schickt, werde ich Ihnen gehorchen."

Der Erzengel war immer noch da, als er zu mir sagte

"Per Mysterium Sanctae Incarnationis Tuae (8)." ("Durch das Geheininis Deiner Helligen Menschwerdung.")

In diesem Augenblick verschwand er.

Dann sah ich jemanden, ganz weÎ13 gekleidet, kniend. Ich dachte, es war ein Engel. Er betrachtete ein junges, schônes Mâdchen, das ein Kopftuch trug. Beim Anblick des Engels grüsste sie, blieb mit geneigtem Haupt, legte nacheinander die Hânde auf die Brust, so wie der Herr es mich gelehrt bat. Ich bemerk-te besonders diese selbe Gebârde, die mich beeindruckte. Einige Sekunden spâter verschwand alles.

Dann selle ich den Erzengel wieder, der zu mir sagt

"Per Nativitatem Tuam." (Durch Deine Geburt)

Der Engel verschwindet

Ich selle dann ein kleines Kind ln ciner Wiege aus Weide oder auf Stroh ln Form einer Wiege , viele Leute ringsherum in langem Kleid scheinen Es zu betrachten und zu bewundem... dann verschwîndet alles.

Ich selle den Erzengel an derselben Stelle wieder (ich denke übrigens, daB er immer da ist, ich aber erblicke ihn nicht mehr, wahrscheinfich wegen der Bedeutung des lebenden Bildes, das mir geboten wird.) Er sagt zu mir :

"Per Baptismum et Sanctum Jejunium Tuum." ("Durch Deine Taufe und Dein Heiliges Fasten.")

Der Erzengel entschwindet memen Blicken und ich sehe Jesus, begleitet von einem grollen Mann, aber doch kleiner, als Er. Dieser ist mit emer Art Unihang bekleidet, der aus kurzhaarigem Pelz zu sein scheint.

Ich selle Wasser wie cul FluB fliegen, und dieser Mann gie8t Wasser über dits Haupt Jesu. Er hâlt einen Napf am Stiehl, schôpft Wasser aus dem FluB und gie8t es auf das Haupt Jesu.

Emilge Sekunden spâter geht Jesus emen hinaufgehenden Pfad, und oben angekommen, setzt Er sich hin. Er faltet die Hânde, hebt die Augen zum Himmel, wie um zu beten, dann verschwindet alles.

Ich sehe den Erzengel wieder, der sagt :

'Ter Crucem et Passionein Tuam." ("Durch Dein Kreuz und Deine Passion")

Der Erzengel verschwindet und ich sehe, wie Jesus auf der rechten Schulter ein Kreuz trâgt, das sehr schwer zu sein scheint. Er trâgt es mühsam mitten auf deni Pfad gehend.

Auf jeder Seite des Pfades scheint eine Menge Leute zu lachen. Einige erheben die Hand, wie uni etwas auf Ihn zu werfen,

Jesus ist trotz des Gewichtes Seines Kreuzes ruicht gefallen, und ich war darüber erstaunt , mehrmals glaubte ich, daf3 Er auf der StraBe zusammenbrechen würde. Armer Jesus.

Dann verschwand das Bild.

Der Erzengel zeigte sich von neuein und sagte zu mir

"Per Morteni et Sepuiturain Tuam." ("Durch Demen Tod und Deine Grablegung.")

Ich sehe Jesus am Kreuz, der schien tot zu sein, der Kopf nach vorne geneigt, mit bloBem Oberkôrper, eine weite Wunde an der rechten Seite, und unter der Wunde, ein dünner Strahl geronnenen Blutes, glaube ich.

Drel Personen halten sich am FuBe des Kreuzes auf - auf jeder Seite steht eine - und betrachten voller Trauer dits Gesicht Jesu. Die Person m' der Mitte kniet an Seinen FüBen und umschlie8t mit ihren beiden Hânden den Fug des Kreuzes, und schien, Jesus Füge küssen zu wollen.

Ich spüre, meine Trânen flie8en. Die FüBe Jesu liegen auf emer Holzstütze.

Das Bild verschwindet ; ich sehe den Erzengel wieder, der zu mir sagt:

'Ter Sanctain Resurrectionem Tuam." ("Durch Deine Heilige Auferstehung.")

In diesem Augenblick sehe ich Jesus wieder, lebendig.

Eine wunderbare Freude ergniff mich. Er erscheint mir wie das allererste Mal, am Abend des 27. Dezember 1972, lâchelnd, die Hânde zu mir gestreck-t, wie uni mich willkommen zu heil3en. Mir scheint, daB ich Ihn zum ersten Mal sehe.

Nachdem ich Ihn am Kreuz tot gesehen habe, sehe ich Ihn lebendig -Jesus lebendig, unter den Toten auferstanden.

Er spricht zu mir:

"Ich bin Jesus von Nazareth, der von den Toten auferstandene Menschensohn."

"Sehen Sie Meine Wunden an."

Mit Seiner rechten Hand legte Er die rechte Seite Seines Gewands frei (obwohl es ohne Offhung zu sein scheint.)

Ich sah dann eme weite Wunde ohne Blut.

Auf der Rückseite Seiner rechten Hand bemerkte ich eîn kleines Loch.

Ich bemerkte ebenfalls ein Loch an der inneren Flâche Seiner zu mir gestreckten linken Hand, und ein Loch an jedem Seiner Füge.

Dann sagt Jesus zu mir :

"Kommen Sie nâher und berühren Sie Meine Seite."

Ich stand auf ; ich streckte meine rechte Hand aus und mit meinen zwei Fingern (dem Zeige - und dern Mittelfinger) berührte ich den Rand Seiner Wunde, die tief zu sein schien.

Ich war sehr bewegt und ich sagte : "Herr, Sie haben so sehr fùr uns gelitten."

Ich war traurig bel dern Gedanken, daB Jesus fùr die Welt, fùr die Sünden der Welt, fùr die Undankbarkeit der Welt, fùr uns alle arme Sünder so sehr gelitten hatte.

Ich kniete wieder hin, und Jesus nahm Seine gewôhnliche Haltung wieder ein, das hefflt die Hânde zu mir gestreckt. Sein Gewand hatte seine normale Form wieder eingenommen.

Dann sagte Jesus zu mir :

"Sagen Sie dies mit lauter Stîmme

Jesus diktierte mir jeden Satz den einen nach dem anderen und ich wiederholte sie allmâhlich.

"Jesus bittet darum, der ganzen Welt dits Gebet zu verkünden, das Er Sie gelehrt hat.

Er bittet darum, daû das Glorreiche Kreuz und dits Heiligtum fdir das Ende des Heiligen Jahres errichtet werden, denn es wird das allerletzte Heilige Jahr sein."

"Jedes Jahr soll hier eîn féierliches Fest zelebriert werden, an dem Tag, an dem Magdalena das Kreuz zurn erstenmal gesehen hat.

Alle, die voll Vertrauen hierher werden gekommen sein, um dort ihre Sünden zu bereuen, werden in diesem Leben und fùr die Ewigkeit gerettet werden.

Satan wird keine Macht mehr über sie haben."

Eilge Augenblicke spâter und nuit sehr errister Stimme

"In Wahrheit sage Ich Ihnen, Mein Vater bat mich gesandt, um Sie zu retten und Ihnen den Frieden und die Freude zu geben.

Sie sollen wissen, daB Ich Liebe und Erbarmen bin."

Dann fùgt Er hinzu :

"Dies ist das Ende Meiner Botschaft."

Jesus war immer noch da, als der Erzengel, ohne sich zu zeigen, zu mir folgende Worte sprach, die ich wiederholte :

'Ter Admirabilem Ascensionem Tuam." (Durch Deme wunderbare Hinunelfahrt. ")

In diesem Augenblick hob Jesus Seine rectite Hand über rrùch und sagte zu mir:

"Der Friede sei mit Ihnen, mit allen, die Ihnen nahe kommen."

Jesus senkte die Hand, dann sali ich Ihn, wie er sanft und leicht aufstieg und dann verschwand.

Ich sehe den Erzengel wieder, der zu mir sagt

'Ter Adventum Spiritus Sancti Paracliti." ("Durch die Ankunft des Heiligen Gelstes, des Trôsters.")

Diesmal verschwand der Erzengel nicht , er blieb und sagte zu mir:

"Jesus bat Sie eben verlassen. Seine Botschaft ist zu Ende, aber Sie werden Ihn wiedersehen."

Er fùgt dies hier hinzu, das ich wiederholte

"Per cujus imperii Nomen est in aeternum, ab omni malo libera nos Domine." ("Durch Den, dessen Naine ein Ewiges Reich hat, von allem Bôsen, erlôse uns, Herr.")

Ohne mir anzugeben, es zu wiederholen, fügt der Erzengel hinzu

"Das heiGt : durch Den, dessert Naine ein Ewiges Reich bat, von allem Büsen, erlôse uns, Herr."

Dann S agen Sie dies mit lauter Stimme

"Gott wirft den Priestern ihre Trâgheit in der Erfüllung ihrer Aufgabe und ihre Unglâubigkeit vor. Gott bat sie darurn gebeten, der Welt die Wunder Dessen zu verkünden, der Magdalena aus der Finsternis heraus in Sein herrliches Licht gerufen hat, denn das Glorreiche Kreuz wird die Stadt Dozulé, verschônern. Sie haben es nicht getan. Dies ist die Ursache des Mangels an Wasser in diesern Becken.

Eine schwere Not der Trockenheit wird über die ganze Weit kommen. Die Priester sollen die Botschaft aufffierksam lesen und gewissenhaft beachten, worurn sie gebeten wurden."

"Bitten Sie die gegenwârtige Person. Sie môge Ihnen eine Kerze geben."

Ich drehte mich uni und bat Schwester Bruno, Sie môge mir cine Kerze geben. Als ich Sie hielt, sagte der Erzengel zu mir :

"Stellen Sie sie angezündet dorthin auf, wo Chrîstus Sie gerade veriassen hat. Alle, die in diese Kapelle kommen werden, sollen es Ihnen naclunachen."

Nach einem Augenblick

"Sie haben den ganzen Tag, um es dem Priester und den Personen zu sagen, die wûnschen Sie anzuhôren. Sie werden sich daran erinnern und alle werden über Ihr Gedâchnîs statmen. Der Priester soll eine Person finden, die ihm dreîmal die Botschaft vorlesen soll und sie soll sie wiederholen : sie wird dazu nicht f'àhig sein."

Der Erzengel betrachtete mich und sagte zu mir

"Schreiben Sie auf, wenn Sie nach Hause kommen werden, was ich Ihnen sagen werde. Sie werden dieses Schreiben dem Priester übergeben, genau in dem Augenblick, wo er zu Ihnen sagen wird : "Ich habe eine Verabredung im Ordinariat in der Woche des Herz-JesuFestes."

Halten Sie eine neuntâgige Andacht, die Sie am Tag des HerzJesu-Festes beginnen werden.

Diese neuntâgige Andacht besteht aus einem Geheimnis jeden Tag, die Geheimnisse die Ihnen gelehrt wurden. Gehen Sie dann zum BischoL Sie werden îhm sagen, daG Gott Sie schickt. Geben Sie ihm die ganze Botschaft, er soll davon Kenntnis nehmen. Die Türen werden sich ôffnen, dits Herz des Bischofs wîrd weich werden."

Ich bewahrte also dieses Schreiben bei rm*r aufbewahrt und wartete solange, bis der Priester mir diesen angekündigten. Satz sagen würde.

Der Herr lenlçt die Dirige gut : am Mittwoch, dem 12. Juni, kam der Priester zu mir nach Hause, uni mir zu sagen : "Ich bi, nâchste Woche ]LM bischôflichen Ordinan*at verabredet."

Ich habe ihm gesagt : "Es ist die Herz-Jesu-Woche." Er antwortete mir: "Ich habe keine Ahnung..." "Ich bin sicher..." 'Varum ?..." Ich gab also ilim. im gleichen Augenblick das Schreiben, das mir der Erzengel diktiert hatte - und tatsâchlich hatte der Pri"ester eine Verabredung im Ordinaniat wâhrend der Herz-Jesu-Woche.

Danach haben wir alle eine neuntâglge Andacht in der Kapelle mitemander gebetet. Wir haben sie am Herz-Jesu-Tag begonnen, wie der Erzengel gebeten hatte.

Diese neuntâgige Andacht endete am Sarnstag der folgenden Woche und der Erzengel hatte gesagt : "Dann gehen Sie zum Bischof "

Ich wollte hingehen, nicht am nâchsten Tag, weil es Sonntag war, sonderri am übernâchsten Tag. Ich fühlte mich hingenissen, etwas tnieb mich voran. Ich hatte gar kein Verkehrsmittel (ich glaube, ich hâtte mein Moped genommen), aber ich mugte hin. Gott wollte es durch den Erzengel, Er hatte es mir sagen lassen. Ein unerklârllcher Schwung gab mir die Kraft mit meiner vollstândigen Botschaft zum Bischôfllchen Ordinarliat zu gehen.

Meine Enttâuschung war so grof3, als der Priester zu mir sagte

"Aber man geht nicht so einfâch zum Bischof, ich muB eine Verabredung abmachen , und vielleicht ist der Bischof auch nicht da, er würde Sie nicht so ohne welteres empfangen , man muf3 gehorchen, man muB immer gehorchen. "

Mein Schwung war so groB - der Pn'ester bat ibn mir verhindert - er bat zu mir gesagt : "Man muB gehorchen"

Dennoch hatte ich Lust, nicht zu gehorchen, denn ich weil3, daI3 mir Gott diesen Schwung gegeben hatte, damit ich den Bischof besuche und ihm die Botschaft bringe, die Gott mir gegeben batte.

Wenn ich Ihnen sagen würde, daf3 ich geweint habe ; es war eme schwere Prüfùng.

Aber ich habe dem Pfarrer gehorcht,

Doch war ich sicher, daB der Bischof mich empfangen würde, dai3 mir die Türen offen stünden.

Aber um den Menschen Zefallig zu sein. gehorchte ich Gott nicht,

Ich glaube. Gott wiffi es mir vor,

Erster Freitag im Monat Juni

Jesus erschien nicht.

 

ACHZEHNTE ERSCHEINUNG

"Jesus erscheint, bleibt aber schweigsam."

Freitag, den 5. Juli 1974

Jesus erscheint, bleibt aber schweigsam.

Freitag, den 19. Juli 1974

Entdeckung des Wassers im Becken (viehnehr als fùnfzig Tage nach der Warnung vom 3. Mai ... )

 

NEUNZEHNTE ERSCHEINUNG

"Machen Sie alle Prozessionen hierber

und fürchten Sie sich nicht, sich zu waschen. Dieses Wasser

ist keine Quelle, das ist Wasser, das ans der Erde kommt."

Samstag, den 3. August 1974

Ich war in meinem Garten, um nachzusehen, ob meine Wâsche trocken war. Als ich wieder nach Hause kam, hôrte ich eine ziemlich weit entfernte Stimme, die vom Ort des Kreuzes herkam :

"Ich bin Michael, der Erzengel, hôren Sie mir zu."

Ich kniete nieder, der Stimme zugewandt :

"Sagen Sie dem Prîester, er soil die drei Seîten des Beckens verputzen lassen, aber den Boden nicht. Lassen Sie an der vîerten Seite, in der Breite, am Ende der Dimension, 25 cm verputzen, dann lassen Sie drei Stufen anbringen.

Machen Sie alle Prozessionen hîerher, und fürchten Sie sich nicht, sich in diesein Staubwasser zu waschen, denn Sie sollen wissen, daI3 Sie

Staub sind und zum Staube zurückkehren werden. Aber Ihr Geist wird gelâutert werden.

Dieses Wasser ist keine Quelle. Es ist ein Wasser, das aus der Erde kommt."

"Selig der kommt, tun sich hier zu lâutern, ohne zu fürchten, sich schinutzig zu machen."

 

ZWANZIGSTE ERSCHEINUNG

"Kiagen Sie nicht V'

Freitag, den 6. September 1974 in der Kapelle

Ich habe den Lichthof gesehen. Schwester Marguenite-Manie war allein mit mir, und ich habe laut gesagt : "Da ist das Licht !" Meine Freude ist so groB, wenn ich das Licht erscheinen sche, dal3 ich nicht anders kann, als es auszurufen.

Dann zeigt sich Michael der Erzengel wie gewôhnllch links neben dem Helligen-Sakrament (oder eher links in diesern Licht) und sagt zu mir:

"Ich grüf3e Sie."

Ich knie vor ihrn nieder, cin wenig links vom Heiligen-Sakrament, aber er sagt mir :

"Werfen Sie sich nicht vor mir nieder, sondern vor Deinjenigen, den Sie anbeten kommen."

Ich erhob mich also und knicte vor dem Heiligen-Sakrament nieder. In diesern Augenblick sah ich, wie leuchtende Strahlen aus der Hostie entsprangen sie waren wie lebendig, und erneuerten sich stândig aus der Hostie heraus, wie aus ciner leuchtenden Quelle (es ist schwer, dies auszudrücken).

Der Heilige Michael, der immer noch da war, links cin wenig zurückgetreten, sagte zu mir .-

"Kiagen Sie nicht über die Augen des kleinen David (9) ! Wenn Gott dits so gewollt hat, dann deshalb, weil nicht er geschlossene Augen hat, sondern weil seine Eltern für das Licht des Glaubens geschlossene Augen haben.

Stellen Sîe eine Kerze auf an der Stelle, wo der Herr Sie zum letzten Mal verlassen hat."

Wâhrend der ganzen Zcit, in der der Erzengel zu mir sprach, sandte die Heilige Hostie ohne UnterlaB ihre leuchtenden Strahlen aus. Danach verschwand alles.

Enter Freitag im Oktober 1974

Jesus ist nicht erschienen.